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Mittwoch, 13. Januar 2016

NEPAL // Momo Mania



Früher als wir noch Gas anstatt Feuer hatten und in T-Shirts statt in Schi/Regenhosen rumlaufen konnten haben wir Momos gemacht. 
Ein nepalesisches Nationalgericht: Teigtaschen mit Fleisch oder Gemüsefüllung, mit Büffel oder Hähnchen, manchmal sogar Schwein oder eben vegetarisch. Dazu gibt es eine scharfe Tomatensoße : Golvera ko Achar.

Wir habens ein bisschen übertrieben und am Ende als Dessert noch eine Bananen-Marsfüllung in die Teigtaschen gepackt... Mhhh.


Donnerstag, 31. Dezember 2015

NEPAL // Birthday


Was ich an meinem Geburtstag gemacht hab? 
Ich habe gegeben. 
Denn das ist es was man hier in Nepal tut. 
Man gibt anderen etwas. Eine schöne Geste. 
Ich habe an die Kids und ihre Escorts Sel Roti verteilt. 
Süß und lecker :)

 
Ich war nie ein Fan von Geburtstagen, es ist traurig am 30. Dezember Geburtstag zu haben. Niemand hat Lust zu feiern, alle sparen sich ihre Kräfte für Sylvester auf, viele sind weg oder brauchen mal einen Tag nach dem ganzen Weihnachtsgedöhns um runterzukommen. Eigentlich versetzt mir mein Geburtstag immer einen kleinen Stich. Ich sag nie etwas, aber so ein richtig schöner Tag ist das für mich nie. Ich plane aber auch nie etwas und spiele den Tag vielleicht sogar runter, weil ich mir die Entäuschung ersparen will...

Dieses Jahr aber, hatte ich den schönsten Geburtstag ever!
Die Kids im Krankenhaus haben frenetisch nach Dingen gesucht die sie mir schenken könnten, mein letzter Arbeitstag war wundervoll, auf dem Nachhauseweg habe ich ein bisschen was eingekauft um Dhal Bat für meine Mitbewohnerinnen zu kochen und ich hatte viele schöne Telefonate mit lieben Menschen aus meiner anderen Welt. 


Nach dem Essen wollten wir noch ein bisschen ums Feuer hocken und als ich rauskam gab es Luftballons, Kerzen und einen Geburtstagskuchen mit meinem Namen drauf. Es mag für manche vielleicht nix besonderes sein einen überzuckerten Kuchen mit 'nem Namen drauf zu kaufen, kitschige Luftballons aufzuhängen, wie auf einem Kindergeburtstag und dann noch die total überflüssigen Kerzen mit der 25...

Aber Michelle, die beste Mitbewohnerin der Welt, hat diesen Abend zu etwas ganz besonderem für mich gemacht. Ich weiß nun was es heißt gerührt zu sein. 
Es gab sogar Geschenke. Geschenke die von Herzen kamen und die mir viel bedeuten. Ein paar Ohrringe die sie von ihrer Oma bekommen hat und die sie mir mal zum Feiern ausgeliehen hatte und Chaga, einen Pilz aus dem man Tee kocht und der die Tumorrückbildung unterstützen kann. 

Es war der schönste Geburtstag seit ich denken kann. Ein Tag voller kleiner lieber Gesten und aufrichtiger Freude für mich. 

Lustig, dass man so weit weg von seinem alten Leben sein muss, um offen für mehr Gefühl zu sein.


*Ich hoffe dass sich niemand von diesem Post persönlich angegriffen fühlt. 
Ich schreibe wie es ist. Was ich für mich gefühlt habe.*

Samstag, 26. Dezember 2015

NEPAL // Christmas




Weihnachten im Land des Schnees, ohne Strom und ohne Gas ist schön.

Am 24. habe wir uns alle getroffen. Die Idee war, dass jeder etwas Traditionelles mitbringt. Ehm...erstens gibt es bei mir zu Weihnachten nie etwas 'Traditionelles' und zweitens: kein Gas und keine Lust ein Weihnachtsmenu auf dem Feuer zu kochen. Also hab ich Salate gemacht. Es gab Glühwein und mir war zum ersten Mal seit sehr langer Zeit nicht kalt ;)
Wir haben ein Spiel mit Geschenken gespielt, im Kerzenschein gebrannte Mandeln gegessen und  ich habeden Abend mit Menschen verbracht, die alle weit weg von ihren Familien und Freunden sind. Es war echt sehr schön. 

Am 25. habe ich mir selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Dann haben Michelle und ich den Weihnachtsbaum rausgehängt, die Weihnachtsmusik aufgedreht und uns ein leckeres Menu auf dem Feuer gekocht. Wir haben Geschenke ausgetauscht und danach waren wir mit ein paar nepalesischen Freunden feiern. Es war echt ein schönes Fest. Anders als alle Weihnachten die ich bisher hatte, aber wunderschön. Ich bin mit einem glücklichen Herzen in meine drei Wollpullis, die Schihose und den Schlafsack geschlüpft.






Dienstag, 29. September 2015

NEPAL // Constitution

In Nepal geht es gerade ein bisschen ab.


Seit am Sonntag die neue Konstitution gestimmt wurde, geht es hier drunter und drüber. Einige sind einfach nur erleichtert, dass Nepal endlich eine Konstitution hat und andere sind darüber richtig verärgert. Vor allem im Süden, im Terai sind die Menschen sehr unzufrieden. Hier werden unterschiedliche ethnische Gruppen durch das Inkrafttreten der Aufteilung des Landes in 7 Distrikte gesplittet. Auch die Rechte der Frauen werden nicht wirklich gewart.

Seit ein paar Monaten gibt es kaum mehr Benzin in Nepal, seit ein paar Tagen jedoch ist Schluss. Die Trucks aus Indien kommen nicht mehr über die Grenze durch die Terairegion ins Landesinnere.

Was das bedeutet?

 Auf der Makroebene bedeutet das,
dass im Süden des Landes die Menschen ihren Frust über die ungerechte Konstitution so zum Ausdruck bringen, dass sie die Straßen die von Indien nach Nepal führen blockieren um Druck auf die aktuelle Regierung auszuüben. Nepal ist abhängig von Indien was Importgüter wie Benzin, Gas, Lebensmittel, wie Zucker und Salz sowie Medikamente angeht. Eine Woche sollten Nepals Vorräte noch reichen, dann wird es womöglich problematisch werden. Die Blockade führt allerdings nicht nur dazu, dass keine neue Ware mehr ins Land kommt, sondern auch, dass die Preise der Lebensmittel, des Gases und Benzins in die Höhe schnellen werden.

Auf der Mikroebene bedeutet das, dass es eine extrem hohe Militärpräsenz in Kathmandu-City gibt, vor den Tankstellen steht das Militär mit seinen Maschinengewehren. Ich habe noch nie solche Autokolonnen gesehen die alle anstanden um ein paar Liter Benzin zu zapfen, denn mehr gibt es nicht und natürlich zahlt man dafür einen deftigen Preis. Seit Sonntag dürfen nun auch nur noch an bestimmten Tagen jeweils Autos mit geraden, an anderen Tagen Autos mit ungeraden Nummernschildern tanken. 3 Liter pro Fahrbaren Untersatz... Stacheldrahtzäune stehen bereit um die Massen vor den Tankstellen zurückzuhalten und die Straßen an sich sind komplett leer. Zu endlosen Staus kommt es trotzdem durch die kilometerlangen Schlangen vor den Tankstellen, wo Menschen ihren kompletten Tag und oft auch die Nacht damit verbringen auf Benzin zu warten. 



Auch Kerosin wird knapp und einige Flüge wurden schon gestrichen.

Für Taxisfahrer bedeutet das, sie können nicht arbeiten, für Schulkinder bedeutet das, sie können vielleicht nicht zur Schule gehen, weil der Bus der sie bringt a) nicht fahren darf oder b) keinen Sprit hat.

Für uns im Krankenhaus bedeutet das, dass unsere Arbeitszeiten von zwei Schichten auf eine Schicht abgeändert wurden,damit der Bus des Krankenhauses von Kathmandu nach Banepa nur zweimal am Tag fahren muss und Sprit sparen kann. Es bedeutet auch, dass viele Operationen der Kinder nicht stattfinden können, weil die zuständigen Ärzte nicht nach Banepa reisen können. Und auch für die Kinder gibt es keine Möglichkeit ins Krankenhaus  zu kommen. Für ein paar Tagen werden die Gasvorräte zum Kochen noch reichen, für den Fall, dass die Lage sich aber zuspitzen sollte hat man angefangen Feuerholz zu schlagen, damit weiterhin für die Kinder gekocht werden kann. Blut gespendet wurde auch. Normalerweise bekommt das Krankenhaus die Blutkonserven vom Roten Kreuz. Da man sich aber gerade nicht darauf verlassen kann, dass überhaupt irgendetwas mit einem fahrbaren Untersatz ankommt, sorgen sie für die OP's morgen vor.


Es ist irgendwie verrückt und irgendwie auch sehr spannend zu sehen wie die  Menschen mit der Situation umgehen. Ändern kann man an der Situation eh nichts, also bleiben die meisten Leute entspannt und versuchen sich so gut wie möglich vorzubereiten.

Ich möchte auch betonen, dass ich keineswegs Kritik an der Blockade ausüben möchte. Ich denke, dass es gut und wichtig ist, dass der Nepalesischen Regierung die Stirn geboten wird, denn als eine Demokratie würde ich das aktuelle politische System nicht betiteln wollen. Lustig ist jedoch auch, dass die Nepalesische Regierung das Ganze so darstellt, als würde die Blockade noch vor der Nepalesischen Grenze stattfinden und Indien wäre der Bösewicht und Urheber der Blockade. Die Internationalen Medien interpretieren das Ganze etwas anders. 


Wenn ihr auf die Links klickt gibt es mehr Infos:

http://www.bbc.com/news/world-asia-34280015
http://kathmandupost.ekantipur.com/news/2015-09-15/ca-snubs-proposal-for-gender-friendly-citizenship-provisions.html
http://www.bbc.com/news/world-asia-34348173
http://abcnews.go.com/International/wireStory/protests-nepal-causing-shortages-gasoline-medicine-34035520
http://www.focus.de/politik/ausland/demonstrationen-kein-kerosin-mehr-in-nepal-wegen-protesten_id_4978735.html
http://www.nepalitimes.com/blogs/thebrief/2015/09/29/8-international-laws-violated/
http://www.nepalitimes.com/blogs/thebrief/2015/09/29/tarai-talks/

Montag, 7. September 2015

NEPAL // KATHMANDU // LALITPUR

Fotos von letzter Woche Teil II

Lalitpur (auch noch Patan genannt) ist die älteste Stadt des Kathmandu-Tals (neben Kathmandu und Bakthapur). Patan und Kathmandu bilden heute eigentlich eine einzige Stadt, die Grenzen sind nicht mehr zu erkennen.


Es herrschte eine festliche Stimmung in Vorfreude auf Gai Jitra, das Fest der heiligen Kuh.



Die Elefanten gelten als Wächter des Tempels.

Vokuhilas sind hier voll im Trend!


Kopila hat mich in Kathmandu rumgeführt und alles mitgemacht ;)

Opfergaben im Tempel.

Sonntag, 6. September 2015

NEPAL // KATHMANDU // DURBAR SQUARE


Hier noch ein paar Fotos von letzer Woche in Kathmandu.



Am Durbar Square wurden früher die Könige gekrönt und von hier aus regierten sie Nepal. 
Die Besucher_innen stören die Überreste des Erdbeben wenig. Sie leben schon seit Jahrhunderten mit Zerstörung und Wiederaufbau. Es ist Teil ihrer Religionen und Teil ihres Lebens









Samstag, 29. August 2015

NEPAL // KATHMANDU II // BOUDDANATH



Stupa under contruction because of the earthquake.