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Donnerstag, 21. Januar 2016

Mittwoch, 13. Januar 2016

NEPAL // Momo Mania



Früher als wir noch Gas anstatt Feuer hatten und in T-Shirts statt in Schi/Regenhosen rumlaufen konnten haben wir Momos gemacht. 
Ein nepalesisches Nationalgericht: Teigtaschen mit Fleisch oder Gemüsefüllung, mit Büffel oder Hähnchen, manchmal sogar Schwein oder eben vegetarisch. Dazu gibt es eine scharfe Tomatensoße : Golvera ko Achar.

Wir habens ein bisschen übertrieben und am Ende als Dessert noch eine Bananen-Marsfüllung in die Teigtaschen gepackt... Mhhh.


Donnerstag, 31. Dezember 2015

NEPAL // Birthday


Was ich an meinem Geburtstag gemacht hab? 
Ich habe gegeben. 
Denn das ist es was man hier in Nepal tut. 
Man gibt anderen etwas. Eine schöne Geste. 
Ich habe an die Kids und ihre Escorts Sel Roti verteilt. 
Süß und lecker :)

 
Ich war nie ein Fan von Geburtstagen, es ist traurig am 30. Dezember Geburtstag zu haben. Niemand hat Lust zu feiern, alle sparen sich ihre Kräfte für Sylvester auf, viele sind weg oder brauchen mal einen Tag nach dem ganzen Weihnachtsgedöhns um runterzukommen. Eigentlich versetzt mir mein Geburtstag immer einen kleinen Stich. Ich sag nie etwas, aber so ein richtig schöner Tag ist das für mich nie. Ich plane aber auch nie etwas und spiele den Tag vielleicht sogar runter, weil ich mir die Entäuschung ersparen will...

Dieses Jahr aber, hatte ich den schönsten Geburtstag ever!
Die Kids im Krankenhaus haben frenetisch nach Dingen gesucht die sie mir schenken könnten, mein letzter Arbeitstag war wundervoll, auf dem Nachhauseweg habe ich ein bisschen was eingekauft um Dhal Bat für meine Mitbewohnerinnen zu kochen und ich hatte viele schöne Telefonate mit lieben Menschen aus meiner anderen Welt. 


Nach dem Essen wollten wir noch ein bisschen ums Feuer hocken und als ich rauskam gab es Luftballons, Kerzen und einen Geburtstagskuchen mit meinem Namen drauf. Es mag für manche vielleicht nix besonderes sein einen überzuckerten Kuchen mit 'nem Namen drauf zu kaufen, kitschige Luftballons aufzuhängen, wie auf einem Kindergeburtstag und dann noch die total überflüssigen Kerzen mit der 25...

Aber Michelle, die beste Mitbewohnerin der Welt, hat diesen Abend zu etwas ganz besonderem für mich gemacht. Ich weiß nun was es heißt gerührt zu sein. 
Es gab sogar Geschenke. Geschenke die von Herzen kamen und die mir viel bedeuten. Ein paar Ohrringe die sie von ihrer Oma bekommen hat und die sie mir mal zum Feiern ausgeliehen hatte und Chaga, einen Pilz aus dem man Tee kocht und der die Tumorrückbildung unterstützen kann. 

Es war der schönste Geburtstag seit ich denken kann. Ein Tag voller kleiner lieber Gesten und aufrichtiger Freude für mich. 

Lustig, dass man so weit weg von seinem alten Leben sein muss, um offen für mehr Gefühl zu sein.


*Ich hoffe dass sich niemand von diesem Post persönlich angegriffen fühlt. 
Ich schreibe wie es ist. Was ich für mich gefühlt habe.*

Samstag, 26. Dezember 2015

NEPAL // Christmas




Weihnachten im Land des Schnees, ohne Strom und ohne Gas ist schön.

Am 24. habe wir uns alle getroffen. Die Idee war, dass jeder etwas Traditionelles mitbringt. Ehm...erstens gibt es bei mir zu Weihnachten nie etwas 'Traditionelles' und zweitens: kein Gas und keine Lust ein Weihnachtsmenu auf dem Feuer zu kochen. Also hab ich Salate gemacht. Es gab Glühwein und mir war zum ersten Mal seit sehr langer Zeit nicht kalt ;)
Wir haben ein Spiel mit Geschenken gespielt, im Kerzenschein gebrannte Mandeln gegessen und  ich habeden Abend mit Menschen verbracht, die alle weit weg von ihren Familien und Freunden sind. Es war echt sehr schön. 

Am 25. habe ich mir selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Dann haben Michelle und ich den Weihnachtsbaum rausgehängt, die Weihnachtsmusik aufgedreht und uns ein leckeres Menu auf dem Feuer gekocht. Wir haben Geschenke ausgetauscht und danach waren wir mit ein paar nepalesischen Freunden feiern. Es war echt ein schönes Fest. Anders als alle Weihnachten die ich bisher hatte, aber wunderschön. Ich bin mit einem glücklichen Herzen in meine drei Wollpullis, die Schihose und den Schlafsack geschlüpft.






Freitag, 13. November 2015

NEPAL // Bhai Thika

 
Bhai Thika ist der letzte Tag des Tihar-Festivals. Hier treffen sich Brüder und Schwestern gemeinsam und vollziehen ein Ritual. Die Schestern zeichnen einen Kreis aus Öl um den Bruder, der auf dem Boden sitzt. Auch sein Kopf wird mit Öl beträufelt, er bekommt eine Kette aus Blumen die erst nach ein paar Monaten verwelken, dann trägt die Schwester dem Bruder eine Tika aus 7 Farben auf und er erweist ihr die gleiche Ehre. Es wird gemeinsam gegessen und es werden Geschenke ausgetauscht. Dieses Ritual soll den Bund zwischen Geschwistern stärken und an diesem spezifischen Tag an dem man diese Tika bekommt wird man unsterblich.


Nur ein einziges Kind bekam an diesem Tag Besuch von seinen Geschwistern. Die Benzinkriese und die oft tagelangen Entfernungen machen es unmöglich für die Familien anzureisen. Das schöne an diesem Fest ist, dass alle daran teilhaben können, auch die die keine Geschwister haben. Man geht zu entfernten Verwandten oder Freundinnen und Freunden und feiert gemeinsam. Es gab also auch ein Tika im Krankenhaus.


Samstag, 31. Oktober 2015

NEPAL // Anapurna Base Camp VI


Poon Hill/Ghorepani. 
Oder auch noch die Autobahn... 
Nach den paar Tagen ohne Menschen die einem unterwegs den Weg und die Aussicht mit ihren Selfiesticks versperren, war Poon Hill nicht mehr so attraktiv für uns. 
Wir sind zwar früh morgens noch ein letztes Mal faufgestanden um uns anzuschauen, wie die Bergspitzen langsam von der Sonne in rotes Licht getaucht werden, aber diese Erfahrung mit so unglaublich vielen Menschen auf engem Raum zu teilen hat ihr ein bisschen von der Magie genommen.


Noch ein bisschen Sonne tanken bevor sie im Tal wieder hinter den Smogwolken verschwindet, dann gehts abwärts, gefühlte 1 Million Treppen runter Richtung nach Hause.


Dazwischen haben wir uns in einem wunderschönen Wasserfall abgekühlt und wurden mit traditioneller Dashain-Musik beschallt. Dashain ist ein Fest welches man mit Weihnachten in Europa vergleichen kann.


Speziell zu diesem Anlass richtet auch jedes Dorf eine dieser riesigen Bambusschaukeln auf.



Den Rückweg haben wir mal wieder oben auf dem Bus angetreten. Manchmal muss man sich ducken, wenn die Stromleitungen zu niedrig hängen, es werde Snacks geteilt, Selfies gemacht und wenn es anfängt wie aus Strömen zu regnen, dann wird auch mal der ein oder andere Regenschirm aufgespannt. haha


In Pokhara, nachdem wir vom Bus absteigen mussten, weil das Benzin alle war, haben wir noch eine letzte Portion Dal Bhat gegessen und wir wollten alle Nachschlag. 2 Mal!

Annapurna Base Camp over and out!